Jahreszeitenwechsel im Kleiderschrank

Pullover, Mäntel, Schals und Mützen: Der Herbst hält Einzug in unsere Schubladen, Schränke und Kleiderstangen. Doch dort muss erst noch Platz geschaffen werden. Wir haben einige Tipps, wie das große Umräumen stressfrei funktionieren kann.

Jahreszeitenwechsel im Kleiderschrank
Foto:Pavlovska  Yevheniia/ Shutterstock

Jedes Jahr derselbe Zirkus: sobald wir in Erwägung ziehen, das Federbett aus dem Schrank zu holen und sachte an den Heizkörpern geschraubt wird, verabschieden wir uns so langsam von der Sommerkleidung.  Für viele von uns beginnt dann eine Phase des großen Umräumens. Denn im Laufe der Jahre ist unser Kleiderkonvolut einfach zu groß geworden, um alle Stücke gleichberechtigt nebeneinander im Schrank zu präsentieren. Und mal ehrlich, wenn wir permanent alle Stücke gleichberechtigt vor uns hängen haben, verlieren wir auch schnell die Übersicht, denn viele Kleidungsstücke ziehen wir ja eher Jahreszeitenbedingt an, etwa Jacken, Sommerkleider und Pullover. Wir haben also drei Möglichkeiten:

  1. Umräumen im Schrank

Verfügen wir über einen großen Kleiderschrank, so können unsere Sachen einfach darin rotieren. Was wir nicht aktuell brauchen, wir nach hinten, nach unten oder auch nach oben verbannt. Alles aktuelle kommt in Bereiche, die gut zu sichten sind, am besten in Augenhöhe oder in gut greifbare Bereiche.

Diese Methoden bringt jedoch einige Tücken mit sich. Denn nur allzu schnell, verlieren wir Ordnung und Übersicht im Schrank und Kleidungsstücke gehen verloren. Nicht immer schaffen wir es, den Schrank zum Jahreszeitenwechsel komplett umzukrempeln und irgendwann schichten sich die Überbleibsel der vergangenen Jahre übereinander und wir legen unsere neuen Errungenschaften einfach immer wieder darüber.

Glücklicherweise gibt es einige Hilfsmittel, um das Chaos nicht gewinnen zu lassen. Beispielsweise können wir unsere Wäsche in Aufbewahrungssystemen und Wäscheboxen verstauen und so für Ordnung im Schrank sorgen.  Wichtig ist, dass vor allem Schuhe dabei separat verpackt werden. Diese Aufbewahrungen können fest, aber auch aus Stoff sein. Wir können sie auf dem Boden des Schrankes platzieren, dann sind sie kaum sichtbar. Natürlich gibt es auch ziemlich schmucke Boxen zu kaufen, die Farbe und Ästhetik in unsere Schränke bringen und durchaus auch als Wohnaccessoire herhalten können.

 

 

Eine weitere Möglichkeit der Sortierung, sind Hängeaufbewahrungen für den Kleiderschrank. Vor allem in Schränken, die über eine große Kleiderstange, aber wenig Regale und Schubladen verfügen, sind die Einhänger Gold wert. Sie verschaffen uns zusätzlichen Stauraum und helfen uns, den Überblick und damit auch die Oberhand im Schrank zu behalten. Außerdem lassen sich so auch Taschen, Schuhe und Accessoires, also Teile, die sich nicht gut aufhängen oder zusammenlegen lassen, besser platzieren – übrigens nicht nur im Kleiderschrank, sie schaffen auch sonst Ordnung in der Wohnung.

 

 

  1. Raus aus dem Schrank

Die vielleicht einfachste Variante, vorausgesetzt, man verfügt über den dafür nötigen Platz, ist es, die Sommerkleidung oder andersrum, die Wintersachen, einfach aus dem Schrank auszulagern. Dann haben wir genug Platz für die Kleidungsstücke, die wir aktuell wirklich brauchen und der Rest ist erst einmal aus den Augen und damit auch aus dem Sinn.

Der große Vorteil dieses Verfahrens: Wiedersehen macht Freude. Wenn wir dann im Herbst unsere Wintersachen und im späten Frühling unsere Sommersachen auspacken können, fühlt sich das an wie ein Wiedersehen mit alten Freunden, die man schon seit einer Weile nicht mehr gesehen hat. Wir können uns ganz neu in unsere Kleider, Oberteile und Hosen verlieben, neu sortieren, kombinieren und vielleicht auch durch neue Teile ergänzen.

Ein nicht zu unterschätzender Stauraum in den meisten Schlafzimmern, ist der Raum unter dem Bett. Damit es dort nicht rümpelig wird, empfehlen wir übersichtliche Unterbettkommoden. Gerade wenn diese einheitlich gestaltet sind, sehen sie sogar gut unter unseren Betten aus – im Zweifelsfall werden sie am Tag sowieso mit einer Tagesdecke oder einem Überwurf abgedeckt.

 

 

Um noch mehr Raum zu schaffen und auch wirklich jeden Platz zu nutzen, empfehlen wir das sogenannte Vakuumverfahren. Aus diesen Boxen wir die Luft herausgelassen, sie werden dadurch kompakter und sind leichter zu verstauen.

 

 

  1. Ausmisten oder Behalten?

Bei jeder dieser Räumaktionen bekommen wir Kleidungsstücke in die Hand, die uns zwar tolle Momente beschert haben, mit denen wir uns aber gerade keine gemeinsame Zukunft mehr vorstellen können. Das Kleid ist zu bunt, der Rock zu eng, die Hose passt nicht mehr zu unserem aktuellen Stil. Schwierig. Was können wir also tun? Die einfachste Lösung wäre es, auszumisten. Einfach weg mit dem alten Kram, Platz für neue Teile schaffen. Auch wenn wir uns für die Variante des Ausmistens entscheiden, und Kleidung aussortieren, die wir partout nicht mehr tragen wollen, muss das nicht das Ende dieser Stücke bedeuten. Und was uns nicht mehr passt oder gefällt, kann andere Menschen noch sehr glücklich machen. Beispielsweise wenn wir es in Kleiderspendenboxen geben, an karitative Einrichtungen – oder auch an Second Hand Läden. Wenn wir bereit sind, etwas mehr Arbeit zu investieren, können wir die Stücke auch auf Plattformen wie Kleiderkreisel oder Ebay Kleinanzeigen inserieren. Das Unternehmen Ubup nimmt ebenfalls Kleidung entgegen, bereitet sie auf und verkauft sie – auch in unserem Shop. 

Dass es uns jedoch schwerfällt, besonders lieb gewonnene Stücke loszulassen, ist klar. Aber müssen wir das denn? Wir können sie ja in hübsche Boxen packen und einfach einlagern. In regelmäßigen Abständen holen wir sie hervor, überlegen, ob sie uns noch immer glücklich machen und wenn nicht – kommen sie weg. Und wer weiß vielleicht erhält das ein oder andere Teil dann ja auch eine neue Chance und darf uns noch ein Stück durchs Leben begleiten.

Wer nicht komplett loslassen kann, dem empfehlen wir Frauenabende mit Kleidertausch. Denn wer sein Teil bei der besten Freundin weiß, der weiß auch, wie er es sich im Zweifelsfall zurückholen kann.

Von Marlene, 07.10.2019