Look like an Onion – Lagenlook für den Übergang

Zu warm für Wintersachen, zu frisch für den Sommer? Keine Sorge, wir schichten einfach mehrere Kleiderlagen übereinander – die wir jederzeit wieder ausziehen können. Damit sind wir nicht nur für jedes Wetter gerüstet, sondern sehen auch noch ziemlich gut aus.

Zwiebellook/Lagenlook
Foto: Ann Haritonenko/ Shutterstock

 

Wir lieben den Sommer und unsere sonnige Sommerkleidung, unsere leichten Röcke, flattrigen Blusen und sexy Shorts ganz besonders. Kann man es uns verübeln, dass wir uns nur ungern davon trennen, auch wenn der Herbst sachte an die Tür klopft. Die gute Nachricht: wir können die luftigen Teilchen gerne weitertragen – dabei ist nur etwas Findigkeit gefragt. Das Zauberwort heißt Lagenlook.

Wenn wir uns im Lagenlook kleiden, kombinieren wir verschiedene Kleider miteinander, die übereinander und ineinander verschränkt getragen werden. Wie eine Zwiebel tragen wir verschiedene Schichten, die entfernt werden können. Unter die Shorts ziehen wir Strumpfhosen oder Leggins, die leichten Turnschuhe machen wir mit Stulpen wetterfest. Unters Sommerkleid können wir Unterkleider, Unterröcke oder Unterhemden ziehen und über das Ensemble passen noch Shirts, Strickjacken, Schals und Tücher.

Wir haben im Folgenden für euch fünf Kleidungskategorien zusammengestellt, die sich besonders für den Zwiebellook eignen.

  1. Unterkleider und Röcke

Habt ihr euch je gefragt, wie es sein kann, dass die eleganten Damen in Hollywoodfilmen immer luftig-kühle Kleidchen tragen, die die Arme und meist auch die Beine freilassen und die Männer in Anzügen vollständig und warm bekleidet daherkommen? Wir uns auch. Unsere Vermutung: sie tragen Unterröcke und Unterkleider, um nicht zu frieren. Und was Hollywood kann, können wir schon lange, vor allem im Herbst. Unterkleidung gibt’s in bequemer Baumwolle oder Jersey, aber auch seidige Materialien können verarbeitet werden. Neckisch wird’s, wenn ein Stückchen Saum unter dem Sommerkleid oder dem Sommerrock hervorlugt.

 

  1. Langarmshirts

Wenn es frisch wird, können gerne mehrere Langarmshirts übereinander gezogen werden. Gerne kann dabei der Saum der unteren Kleidungsschichten hervorlugen. Das geht mit Varianz in der Gestaltung des Ausschnitts – gerade im Herbst macht es Sinn, die Farben aufeinander abzustimmen. Unser Tipp: Kleidung in Feuerfarben – warum nicht Senfgelb und Rostrot mit einem satten Orange kombinieren?

 

  1. Cardigans und Strickjacken

Die Windjacke ist zu dünn, der Wollmantel zu dick? Mit Strickjacken und Mänteln können wir Abhilfe schaffen. Die können wir auch über die Sommerbluse ziehen. Elegante Modelle aus dünnerem Strickstoff passen gut ins Büro, mit dicken flauschigen Wollteilen trotzen wir jedem Herbststurm. Und das Beste an Cardigans und Strickjacken ist: sobald sie Sonne wärmere Temperaturen bringt, können wir sie schnell ausziehen und in der Tasche verstauen, bis wir sie wieder brauchen.

 

  1. Leggings und Strumpfhosen

Rock zu kurz? Kleid zu knapp, Shorts sind abends zu kühl? Leggings und Strumpfhosen schaffen Abhilfe. Sobald die erste Gänsehaut sich bemerkbar macht, bedecken wir schnell unsere Beine. Der Vorteil von Leggins ist, dass wir sie auch zu Sandalen tragen können. Der Nachteil: bei Halbschuhen und Halbstiefeln benötigen wir zusätzliche Socken. Bei Strumpfhosen besteht dieses Problem nicht, aber auch das Thema Sandalen ist dann passé.

Unser Tipp: bei einfarbigen Röcken, Shorts und Kleidern eignen sich gemusterte Strumpfhosen und Leggins.

 

  1. Schals und Tücher

Schals und Tücher gehen eigentlich immer. Wir zumindest haben meist eins dabei. Bei wärmeren Temperaturen schützen wir nicht nur unsere Hälse vor frischen Brisen. Nein, mit Tüchern können wir schnell unsere Schultern bedecken, wenn der Bikini in der Sonne trocknet, wird das Tuch kurzerhand zum Oberteil umfunktioniert. Sowohl Schals als auch Tücher machen unser Outfit auch optisch komplett. Unser Tipp: Paschminaschals. Gerade dickere Exemplare können als Kleid, Decke, Oberteil, Kopftuch, spontane Umkleidekabine – oder auch Schal verwendet werden.

 

Übrigens: Wir raten beim Zwiebellook zu natürlichen Stoffen wie Baumwolle und Leinen. Sie sind atmungsaktiv und haben eine gute Wärmeleitfähigkeit. Generell lassen sich Materialien aber auch gut Mixen. Das sieht nicht nur super aus, da die einzelnen Stoffstrukturen Spannung ins Ensemble bringen, sondern auch die einzelnen Wärmetauglichkeiten der Materialien können optimal genutzt werden.

Also viel Spaß beim Mixen, Matchen und Kombinieren!

Von Luise, 07.10.2019